Walter Scheide (ca. 1895-1967)

Nach I. Weltkrieg als junger Sanitätsarzt von Schlesien nach Barkhausen.
Hier bald niedergelassener Arzt für Allgemeinmedizin und Geburtshilfe.
Versorgte auch Häverstädt und Bölhorst. Praxis und Wohnung an der Portastraße nahe dem Müttergenesungsheim.
Machte sich um das Allgemeinwohl des Ortes verdient. 1924 in die Gemeindevertretung gewählt.
Als Mitglied des Fremdenverkehrsausschusses gefragter Redner bei herausgehobenen Anlässen.
Auch im fortgeschrittenen Alter noch Zugarzt des Barkhauser Sanitätszuges – später der „Sanitätsbereitschaft“ – im DRK, für das er ein halbes Jahrhundert lang in Barkhausen tätig war, davon 20 Jahre im Vorstand.
Führte den Zug Barkhausen mehrfach zum Sieg bei Leistungswettbewerben auf Kreis- und Landesebene.
Mehrere DRK-Ehrungen. Gab nach dem II. Weltkrieg viele Hausmusikabende, bei denen er auch Eigenkompositionen vortrug.
Für den „Wittekind“ komponierte er einen Sängerspruch. Auch Philosoph, Literat, Lyriker.
Leidenschaftlicher Jäger; meist im Süntel. Starb auf der Jagd im Wittekindsberg. Dort ein Gedenkstein.
Begraben auf dem neuen Friedhof. Jagdfreunde wollen ihm aber seinen letzten Wunsch erfüllt und seine Asche heimlich im Süntel verstreut haben. (Fr.)