Leseprobe aus dem Buch „Personen- und Frachtschifffahrt auf der Weser“

von Fritz W. Franzmeyer und Robert Kauffeld

Die Oberweser Privatschiffer

Die Wasserbaumaßnahmen stärkten freilich vor allem die Schleppschifffahrtsgesellschaften. Die Privatschiffer waren nun zwar wieder lebensfähig, insbesondere seit in Thüringen und Hessen Kaliabbau im großen Stil betrieben wurde.
1906 errichtete das Kalisyndikat dafür in Hann.-Münden eigens eine Umschlagstelle Schiene-Weser. Doch die Schiffer wurden noch mehr in die Abhängigkeit von den Kapitalgesellschaften getrieben, zuweilen unter recht demütigenden Umständen.
So gelang es den Schiffern Niemeyer und Arnecke aus Bodenwerder 1908 nicht, ihr neues eisernes Schiff von den Reedereien schleppen zu lassen. Sie sahen sich schließlich genötigt, es der MSG zu verkaufen, die es ohne Skrupel als „Minden 47“ in ihre Flotte aufnahm.
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Väterländische Flottenerweiterung

„Wittekind“ „Germania“ „Blücher“

Bereits für das Jahr 1844 hatte sich die Vereinte Weser-Dampfschifffahrt viel vorgenommen. Es sollten auch die Bergfahrten von Hameln nach Münden an einem Tage geschafft werden. Außerdem stand der Erwerb neuer Schiffe an.
Im Februar 1844 ging die – schon lange bestellte, aber von WM. Bird & Co. mit einem Jahr Verspätung gelieferte – „Wittekind“ in Dienst. Sie hatte 40 PS und schloss im regelmäßigen Linienverkehr die Lücke zwischen Hameln und Bremen.
Der Liebhaber von Reisen auf der Weser war nun nicht mehr nur auf den Abschnitt Hameln-Münden verwiesen. Bereits im August desselben Jahres kamen die „Germania“ und die „Blücher“ hinzu. Am 10. August konnten alle vier Schiffe gleichzeitig in Hameln bestaunt werden.
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Eine Auswahl aus der Bildergalerie des Buches