Heinrich Hutze (1853-1913)

An der Baugewerbeschule Höxter ausgebildeter Architekt im Bund Deutscher Architekten. Sein Vater stammte vom Hof Hutze Nr. 16. Heirat mit Helene Nottmeyer, Tochter des Direktors der Friedrichshütte.
Schuf u. a. die Kirchen in Barkhausen, Hartum, Lerbeck, Kleinenbremen, Eidinghausen, Bochum-Dahlhausen, Gütersloh-Isselhorst, Altena und Holzwickede, das Hotel Großer Kurfürst, das Amtshaus in Hausberge und nicht zuletzt – als Vierundzwanzigjähriger – seine Villa an der Portastraße in Barkhausen, auch viele Schulen, Pfarr- und Wohnhäuser.
Wirkte über Westfalen hinaus bis ins Mecklenburgische. Viele seiner Bauten stehen heute unter Denkmalschutz, andere wurden zerstört (Bismarcksäule, Einfassung der Wittekindsquelle).
Versuchte in seinen Bauten, Historismus und Moderne miteinander zu verbinden. Spielte auch in der Gemeindepolitik und in den Vereinen eine herausgehobene Rolle.
Viele Jahre stellvertretender Standesbeamter – damals noch ein Ehrenamt. Vertrat die Gemeinde lange in der Amtsverordnetenversammlung.
Prägte maßgeblich die Dorfpolitik mit. Auf dem alten Barkhauser Friedhof beigesetzt. Sein Büro wurde von Architekt Warmbold weitergeführt. (Fr.)