Leseproben aus dem Buch „Das Leben in unserer Heimat“

1939 bis 1948 -Kriegsbeginn bis Währungsreform-
von Robert Kauffeld

Der Jugend gehört die Zukunft

das war damals das Motto, und so wurden alle Jungen und Mädchen ab 10 Jahre zwangsweise Mitglied der HJ bzw. des BDM, wobei der Zwang durch Propaganda und Werbung, aber auch durch das, was dort geboten wurde, geschickt versüßt wurde.
Großartige Plakate zeigten fröhliche Jungen und Mädchen in eindrucksvollen Uniformen. Blond, blaue Augen, sie verkörperten die arische Rasse.
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Die große Not begann nach dem Krieg

Der Krieg war vorüber. Jetzt konnte alles nur besser werden, so hoffte man. Bombenangriffe waren nicht mehr zu befürchten. Man durfte wieder seine Meinung sagen, ohne eine Verhaftung befürchten zu müssen.
Von den Besatzern ging, das hatte man schnell erkannt, keine unmittelbare Gefahr aus. Lediglich die Folgen des Krieges würden also noch zu verkraften sein. Dazu gehörte eine erhebliche Wohnungsnot, aber auch die Versorgung mit Lebensmitteln, Kleidung und Heizmaterial.
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Die schlimmste Zeit des Krieges

Die Soldaten waren an der Front, die jungen Frauen in der Heimat. Man hatte Sehnsucht. Was konnte sie verbinden? Einen Blick in den Sternenhimmel hatten manche junge Paare vereinbart.
Zu einer bestimmten Zeit einen ganz bestimmten Stern betrachten – oftmals ein Stern aus dem großen Wagen – und sie fühlten sich verbunden. So heißt es auch in einem damals sehr populären Lied: „Heimat deine Sterne, sie strahlen mir auch am fernen Ort. Was sie sagen deute ich ja so gerne, als der Liebe zärtliches Losungswort“.
Geradezu ein Phänomen war das Lied von Lili Marleen, gesungen von Lale Andersen.
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Endkampf

Derweil sang Zarah Leander im Rundfunk immer noch das Durchhaltelied von der Welt, die nicht untergehen wird, obwohl die feindlichen Truppen längst auf deutschem Boden kämpften und ihr eigenes Lied sangen: „We’re going to hang out the washing on the Siegfried Line“. Sie wollten also ihre schmutzige Wäsche an der Siegfriedlinie aufhängen, und das waren die deutschen Bunker und Verteidigungsstellungen im Westen.
Und wenn Zahra Leander dann noch sang: „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“, so glaubte niemand daran, obwohl auch in Barkhausen der Start der „Wunderwaffe V 2“ am Horizont weit im Westen beobachtet werden konnte.
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