August Schwartze (1847-1917)

Nach dem Tode seines Bruders Wilhelm alleiniger Chef der 1883 gegründete Zementplattenfabrik W.&A. Schwartze. Der Firma gehörte auch die Kettenbrücke.
Schwartze hatte über 10 Jahre als selbständiger Handelsvertreter der Textilbranche in den USA gelebt, zuletzt sogar als amerikanischer Staatsbürger.
Zeichnete sich durch patriarchalisch-soziales Engagement aus und zählte zum Anfangskreis des Fabrikantenvereins „Concordia“, dessen Mitglieder sich als „Freunde des Arbeiterstandes“ sahen und das „Wohl der Arbeiter“ fördern wollten.
Wurde für seine Leistungen zum Ritter des Kronenordens 4. Klasse erhoben. August Schwartze war stark in das Barkhauser Gemeindeleben eingebunden. Unter fünf Amtmännern des Amtes Dützen Amtsbeigeordneter sowie langjähriges Mitglied der Amtsversammlung.
Amtmann Gerfsom bescheinigte ihm in einem Nachruf, er sei „der Besten einer“ gewesen. Bis kurz vor seinem Tode auch Mitglied der Gemeindevertretung. Schwartzes Angestellte und Arbeiter hoben in ihrem Nachruf seine „wohlwollende, freundliche Behandlung jedes einzelnen“ hervor.
Nach der Firma W.&A. Schwartze wurde später die Parkstraße umbenannt, die sie im Jahre 1914 als Verbindungsstraße zwischen Werk und Fährstraße bauen, aber für die Gemeinde im Grundbuch hatte eintragen lassen. (Fr.)

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