Robert Kauffeld

850 Jahre Barkhausen
Barkhausen, ein besonderer Ort

„Zunächst einmal ist das Besondere die Landschaft, in der sich die Barkhauser vor Jahrhunderten angesiedelt haben. Barkhausen liegt langgestreckt zwischen zwei sanften Bergketten an einem ruhig dahingleitenden Fluss“, so Stephan Böhme, der frühere Bürgermeister der Stadt Porta Westfalica, in seiner Festansprache zu einem besonderen Ereignis, der 850-Jahr-Feier des früheren Dorfes Barkhausen. Und er fügte hinzu, dass bedeutende Männer aus verschiedenen Jahrhunderten dafür Bezeichnungen gefunden hätten, wie „wunderbar“, „lieblich“ und „reizend“. So sei es nachzulesen in der von Fritz Franzmeyer geschriebenen Ortschronik „Die Porta links der Weser“.
Ein archivalischer Fund des Chronisten wurde von großer Bedeutung, denn er ist Grund für die 850-Jahr-Feier:
Aus einer Urkunde aus dem Jahr 1159 geht hervor, dass der Mindener Bischof Werner den „Zehenten zu Oulhusen“ an die Kirche St. Martini verpfändete. Zur damaligen Zeit gab es bereits die beiden noch selbstständigen Dörfer Oulhusen, also Aulhausen, und Barkhausen, das die Bezeichnung Barchusen oder Barckhusen trug. Erst im Gefolge der Preußischen Landgemeindeordnung von 1841 verschmolzen beide Dörfer zu einer Gemeinde unter dem Namen Barkhausen. Seitdem hat sich das Gesamtdorf schnell gemeinsam entwickelt, so dass man zur 850-Jahr-Feier gemeinsam einladen kann.
Alle Barkhauser Bürger waren eingeladen zu der Jubiläumsfeier am 24.Mai 2009, die mit einem umfangreichen, vielfältigen Programm die Besucher erfreuen sollte.
Es begann vormittags mit dem Festakt in der Freilichtbühne, mit Gottesdienst, Grußworten und einem Vortrag des Ortsheimatpflegers Hans Rösler über die Geschichte des Dorfes. Eine Aufführung der Freilichtbühne und musikalische Einlagen umrahmten das Programm.
Ein bunter Nachmittag folgte am Kaiserhof. Barkhauser Vereine stellten sich vor. Eine historische Fotowand zeigte Bilder aus vergangenen Zeiten. Kinderprogramm, Musik und Vorführungen von Vereinen und Organisationen rundeten das Programm ab.
Bei herrlichem Wetter haben viele Barkhauser Bürger an dieser schönen Feier teilgenommen, wobei das Ambiente des Kaiserhofes mit einem schönen Garten und dem alten Laubengang für eine Stimmung sorgte, die es – und das bedauern die Barkhauser sehr – in dieser Umgebung zumindest für lange Zeit nicht mehr geben wird. „Ohne Barkhausen wäre die Stadt Porta Westfalica nicht, was sie heute ist“, so sagte es damals der Bürgermeister, und darauf kann man stolz sein.